Zehnt

Jahrhundertelang mussten die Affentaler Winzer den „Zehnten“, also 10 Prozent ihrer Ernte, an das Kloster Lichtenthal entrichten. Dem Kloster gehörten in Affental einige Rebhöfe, daher waren die Zisterzienserinnen auch oft im Dorf zur Aufsicht der Weinherstellung und Betreuung der Bevölkerung.

1684 ließ  Margaretha Loys, Äbtissin zu Lichtenthal, in Affental einen Zehntkeller erbauen. Das Klosterwappen am Haus zeugt noch heute davon. 

Die Burgundertrauben wurden in diesem Keller gekeltert und der Wein dann auf Ochsenkarren mühsam über den Fremersberg ins Kloster gebracht.

Die Burgundertrauben wurden in diesem Keller gekeltert und der Wein dann auf Ochsenkarren mühsam über den Fermersberg ins Kloster gebracht.

Informationen zum Kloster Lichtenthal und Affental

Das erste Pflanzgut, aus dem französischen Burgund kommend, brachte gerade für unseren Raum die „Geburt“ des Weinbaus. Im Jahre 1245 n. Chr. hatten die Markgrafen Hermann VI. und Rudolf I. von Baden dem Kloster Lichtenthal verschiedene Rebhöfe in Affental vermacht. Demnach muß um diese Zeit auch die Rebe von Mönchen des Zisterzienserklosters aus dem Burgunderland überbracht worden sein. In einer weiteren Darstellung heißt es im Jahre 1330, der „Affentaler Rote“ sei „gleich bekömmlich für Kranke, Gesunde und Genesende“. Zwei frühere „Zehntkeller“ kann man heute noch im Ortsteil Affental bewundern, an einem dieser Häuser ist in Stein das Original Lichtenthaler Hauswappen eingelassen.